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Forschungsprojekte | Projects

SINTER

Besatzungskinder in Nachkriegsdeutschland. Bildungs- und Differenzerfahrungen

Leitung: Prof.'in Dr. Elke Kleinau, Universität zu Köln
Team:
Prof.'in Dr. Ingvill Mochmann, GESIS (Kooperationspartnerin); Prof.'in Dr. Argyro Panagiotopoulou, Universität zu Köln (Kooperationspartnerin); Rafaela Schmid, Universität zu Köln (Mitarbeiterin)
Laufzeit:
DFG-Antrag bewilligt

Beschreibung:  Im Projekt rücken die lebensgeschichtlichen Erinnerungen von Menschen in den Fokus, die nach dem Zweiten Weltkrieg geboren wurden und deren Väter den alliierten Streitkräften angehörten. Auf der Basis biografischer Interviews wird der Frage nachgegangen, wie diese Menschen ihr Aufwachsen und ihr soziokulturelles Umfeld im Nachkriegsdeutschland – in den damaligen Besatzungszonen der Alliierten sowie in der frühen Bundesrepublik und der DDR – erlebten und wie dieses Erleben im familialen Gedächtnis über mehrere Generationen tradiert wird.

Projektpublikationen:
Kleinau, Elke / Mochmann, Ingvill C. (2015): Wehrmachts- und Besatzungskinder: Zwischen Stigmatisierung und Integration. In: Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ), 65. Jg., Nr. 16-17, S. 34-40.
Kleinau, Elke (2015): „Ich wollte unbedingt zur Schule, ich bin so gern zur Schule gegangen.“ Bildungsbiografie eines Besatzungskindes vor der Bildungsexpansion. In: Stelzl-Marx, Barbara / Satjukow, Silke (Hrsg.): Besatzungskinder. Die Nachkommen alliierter Soldaten in Österreich und Deutschland. Wien, Köln, Weimar: Böhlau, S. 166-180.
Kleinau, Elke / Mochmann, Ingvill C. (Hg.) (2016): Kinder des Zweiten Weltkrieges. Stigmatisierung, Ausgrenzung, Bewältigungsstrategien. Frankfurt am Main: Campus.
Kleinau, Elke (2016): Besatzungskinder in Deutschland nach 1945. Bildungs- und Differenzerfahrungen. In: Zeitschrift für Pädagogik, 62. Jg., Heft 2, S.224-240.

Website: Besatzungskinder. Bildungs- und Differenzerfahrungen

Children of Occupation in Post-war Germany. Experience in Education and Differentiation

Description: The research project "Children of Occupation" focuses on the biographical memories of people born in Germany after the Second World War whose fathers were members of the allied forces. On the basis of biographical interviews, we will analyze the life stories of occupation children during childhood and youth in particular. The project intends to show how these people experienced their upbringing and sociocultural environment in post-war Germany, focusing both on the different occupation zones, as well as the early Federal Republic of Germany and the GDR. Further, the project asks how these experiences and stories were passed on to succeeding generations and as well as it considers the place of these stories within family memories.


BiSS – Bildung durch Sprache und Schrift

Beteiligt: Prof. Dr. Michael Becker-Mrotzek, Universität zu Köln; Prof. Dr. Hans-Joachim Roth, Universität zu Köln
Laufzeit: 2013-2017 (Finanzierung: BMBF)

Beschreibung: „Bildung durch Sprache und Schrift“ (BiSS) ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) sowie der Kultusministerkonferenz (KMK) und der Konferenz der Jugend- und Familienminister (JFMK) der Länder zur Verbesserung der Sprachförderung, Sprachdiagnostik und Leseförderung. Das Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache der Universität zu Köln, das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) und die Humboldt-Universität zu Berlin in Kooperation mit dem Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) übernehmen als Trägerkonsortium die wissenschaftliche Ausgestaltung und Gesamtkoordination des Programms.

CONTRA – Countering Propaganda by Narration Towards Anti-Radical Awareness

Leitung: Prof. Dr. Gary Bente, Universität zu Köln; Prof. Dr. Hans-Joachim Roth, Universität zu Köln
ProjektmitarbeiterInnen: Julian Ernst, Universität zu Köln; Michalina Trompeta, M.A., Universität zu Köln; Dr.'in Diana Rieger, Universität zu Köln
Projektpartner:
Bundeskriminalamt, Universität zu Köln, Universität Mannheim, Universität Pablo de Olavide (Sevilla), Ufuq
Laufzeit:
2016-2018 (Finanzierung: Europäische Kommission)

Beschreibung: Für rechtsextreme sowie gewaltbereite islamistische Gruppierungen spielt das Internet eine zentrale Rolle für die Anziehung und Rekrutierung von Jugendlichen: Extremistisches Online-Material erreicht Schülerinnen und Schüler in sensiblen Phasen jugendlicher Sozialisation – ein kritisches Bewusstsein für extremistische Internetpropaganda wird an Schulen jedoch bislang nicht hinreichend gefördert. Im Projekt werden wissenschaftliche Erkenntnisse aktueller Extremismusforschung für die Entwicklung und Evaluation einer innovativen Unterrichtseinheit genutzt. Ziel ist es, mithilfe der entwickelten Materialien und Methoden kritische Medienkompetenz jugendlicher Schülerinnen und Schüler zu steigern, um so extremistischen Einstellungen und Handlungen vorzubeugen. In einem ersten Schritt wird die Unterrichtseinheit in Deutschland entwickelt und erprobt. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse werden anschließend für niederländische und spanische Kontexte modifiziert, um daraufhin in weiteren europäischen Ländern Anwendung zu finden.


Das epistemische Regime im wissenschaftlichen Feld der Interkulturellen Bildung

Leitung: Prof.'in Dr. Julia Reuter, Universität zu Köln

Beschreibung: Interkulturelle Bildung wird seit einigen Jahren im öffentlichen Diskurs als gesellschaftliche Querschnittaufgabe wie individuelle Schlüsselkompetenz propagiert, die mit der Forderung nach professionell angeleiteter produktiver Bewältigung der gesellschaftlich vorhandenen kulturellen Vielfalt einhergeht. Dabei wird der Diskurs, der das legitime Wissen über kulturelle Vielfalt repräsentiert, in unterschiedlichen gesellschaftlichen Feldern von unterschiedlichen Akteuren hervorgebracht. Ein zentrales Feld der Konstruktion, Vermittlung sowie Rezeption von Wissen über Interkulturelle Bildung stellt das wissenschaftlichen Feld dar. Dieses wird neben den Erziehungswissenschaften auch von Sozial- und Kulturwissenschaftler_innen bestellt. Gleichzeitig steht es durch seinen starken Anwendungsbezug der Politik und Praxis relativ offen gegenüber. Entsprechend divers ist der Professionalisierungs- wie Akademisierungsgrad der Interkulturellen Bildung und entsprechend breit gefächert sind die konkreten Untersuchungsgegenstände wie auch die theoretischen und methodischen Zugänge ihrer Analyse. Vor dem Hintergrund der interdisziplinären Konkurrenzen und einer fehlenden Disziplingeschichte und -systematik stellt sich die Frage, ob und wie es den Akteuren im wissenschaftlichen Feld gelingt, bewährtes Wissen zu kumulieren, das für die Institutionalisierung von Interkultureller Bildung als Studiengang und -inhalt, aber auch für die Repräsentation und Popularisierung von wissenschaftlichen Wissen in diesem Bereich zentral ist. Die Frage soll nicht theoretisch-fachlich, sondern im Sinne einer sich selbst als Beobachtungsgegenstand begreifenden Interkulturellen Forschung empirisch beantwortet werden. Dies soll in einem ersten Schritt am Beispiel der fachwissenschaftlichen Kanonbildung und -kritik in der Interkulturellen Bildung aufgezeigt werden.

The Epistemic Regime of Intercultural Education in Academia

Description: In the last few years, intercultural education has been propagated in public discourse both as a significant social task and as an important individual competence associated with the demand to deal with cultural diversity professionally and productively. Different actors in diverse social contexts have established the discourse which represents legitimate knowledge about cultural diversity. One key area within which the construction, transfer and acquisition of knowledge about intercultural education has taken place is academia. In addition to educational researchers, social scientists have also been engaged in work in this area. At the same time, due to the strong practical orientation of intercultural education, its application to policy and practice has been quite broad. Intercultural education varies in the degrees of its professionalization and academic establishment, its objects of investigation, and the theoretical frameworks and methodologies applied to its analyses.

 

Die Dramaturgie des 'erlebnisorientierten' Museums. Eine Mixed-Methods-Studie zum Wandel von Distinktionsformen im Wechselspiel von Kulturangebot und Kulturaneignung

Leitung: Prof.'in Dr. Diana Lengersdorf, Universität zu Köln; Prof.'in Dr. Nicole Burzan, TU Dortmund
Team:
Julia Heidler, M.A., Universität zu Köln; Jennifer Eickelmann, M.A., TU Dortmund
Laufzeit: April 2014 bis April 2017

Beschreibung: Das Verbundprojekt zusammen mit Prof.'in Dr. Nicole Burzan von der TU Dortmund untersucht, ob und wie sich kulturelle Distinktionsformen im Museum ändern. Im Fokus stehen dabei zwei zentrale Prozesse, durch die Museen herausgefordert sind: eine erhöhte Erlebnisorientierung und die Öffnung für ein möglichst breites Publikum. Forschungsleitend sind Erkenntnisse der Ungleichheits- und Kultursoziologie, sowie einer Soziologie sozialer Praktiken. In der Studie kommt ein Mixed-Methods-Forschungsdesign zum Einsatz.

Projektpublikation:
Burzan, Nicole / Eickelmann, Jennifer / Lengersdorf, Diana (2014, im Erscheinen): Dramaturgie des Museums - Wechselseitigkeit von Kulturangebot und Kulturaneignung im Zeitalter von Elebnisorientierung. In: Deutsche Gesellschaft für Soziologie (Hrsg.): Vielfalt und Zusammenhalt. Kongressband zum 36. Kongress der DGS.


Die Thematisierung von Religion in der öffentlichen Erziehung. Eine Pilotstudie zu den Voraussetzungen von Reflexivität in religionsbezogenen Dialogprogrammen

Leitung: Prof. Dr. Matthias Proske, Universität zu Köln
Team:
Prof. Dr. i. R. Frank-Olaf Radtke, Goethe-Universität Frankfurt (Kooperationspartner); Verena Gietler, Universität zu Köln
Laufzeit: 6/2014 – 5/2015 Pilotstudie gefördert mit Mitteln der Udo-Keller Stiftung Forum Humanum

Beschreibung: Die Pilotstudie zielt darauf, Voraussetzungen und Herausforderungen religionsbezogener Diskurse im Kontext der Schule empirisch untersuchbar zu machen. Sie ist ein „Test-Case“ für die gesellschafts- und religionspolitisch zentrale Frage, wie sich auf der Basis fundierter empirischer Kenntnisse über die Verlaufsmodalitäten solcher Diskurse Reflexionswissen zu den Möglichkeiten und zu den Grenzen von Dialogprogrammen generieren lässt. In diesem Sinne versteht sich die Pilotuntersuchung als Vehikel für eine reflexiv erweiterte Perspektive auf die Bedeutung von Religion unter Bedingung zunehmender Pluralisierung einerseits, voranschreitender Entkirchlichung andererseits und machtvoller Bewegung einer Gegensäkularisierung, die sowohl von christlichen wie islamischen Fundamentalismen ausgeht. Die öffentliche Erziehung in der Schule ist eine wichtige Arena für die zu beobachtenden religionsbezogenen Diskurse und Kontroversen und deren normative wie pragmatische Prämissen.

Website: Die Thematisierung von Religion in der öffentlichen Erziehung

DisWaL - Diversität und schulischer Wandel durch Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte – eine Mixed-Methods-Studie

Leitung: Prof.'in Dr. Marita Jacob, Universität zu KölnProf.'in Dr. Argyro Panagiotopoulou, Universität zu Köln; Prof.'in Dr. Lisa Rosen, Universität zu Köln
Status: Antrag gestellt an das Bundesministerium für Bildung und Forschung
 im Rahmen des Forschungsrahmenprogramms "Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften", Themenfeld “Diversität und institutioneller Wandel durch Zuwanderung"

Beschreibung: Das interdisziplinäre Projekt zielt darauf ab, die bildungspolitische Programmatik – der zu Folge Lehrkräfte mit Migrationshintergrund zum Abbau von Bildungsungleichheiten und damit zum schulischen Wandel in der Migrationsgesellschaft beitragen – einer empirischen Überprüfung zu unterziehen. Der Ertrag dieser Mixed-Methods-Studie besteht außerdem darin, sowohl einen repräsentativen-quantitativen als auch einen qualitativen Datensatz zu generieren, der im Rahmen des hier beantragten Projektes, aber auch darüber hinaus, einen evidenzbasierten Vergleich zwischen Grundschullehrkräften mit und ohne Zuwanderungsgeschichte ermöglicht: einerseits in Bezug auf ihre familialen Hintergründe, Bildungs- und Berufserfahrungen, pädagogischen Konzepte und Sichtweisen gegenüber migrationsbedingter Diversität und Mehrsprachigkeit sowie andererseits in Bezug auf die Kompetenzentwicklung ihrer Schüler*innen in Deutsch und Mathematik.


Educational Professionalism, Migration, and Multilingualism in Canada (Montreal, Quebec), Germany (Cologne, North Rhine-Westphalia), and Greece (Athens and Thessaloniki)

Principal Investigators: Prof. Argyro Panagiotopoulou, University of Cologne; Prof. Lisa Rosen, University of Cologne
Team:
Prof. İnci Dirim, University of Vienna (cooperation partner); Prof. Ofelia García, City University of New York (cooperation partner); Prof. Claudine Kirsch, University of Luxembourg (cooperation partner); Maria Hammel; Jenna Strzykala, M.A., University of Cologne

Description: Social inequalities are created in educational systems along lines of difference such as ethnicity and linguistic diversity. Minority and immigrant students are particularly affected by such inequalities. Thus far, we have investigated educators' attitudes in monolingual vs. multilingual educational systems. The central question of this study has been: How are school experiences and attitudes about linguistic heterogeneity and heteroglossic practices interrelated in monolingual educational systems, such as in Germany and Greece, and in multilingual educational systems such as in Quebec, Canada? To date, we have conducted expert interviews of (multilingual) teachers and early childhood professionals at the German School in Thessaloniki (February-April 2013), the German School in Montreal (April 2014), Complementary Greek Schools in Montreal (April 2014) and the German School in Athens (October 2014).
More studies are scheduled to be conducted in European and non-European countries, i.a. in France and the USA.


EFIS NRW – auf dem Weg zur Inklusion: Ethnographische Feldstudien in Schulen in NRW

Leitung: Prof.'in Dr. Petra Herzmann, Universität zu Köln; Prof.'in Dr. Argyro Panagiotopoulou, Universität zu Köln; Prof.'in Dr. Lisa Rosen, Universität zu Köln
Team:
Thorsten Merl, M.A., Universität zu Köln; Julia Winter, Universität zu Köln; Jenna Strzykala, M.A., Universität zu Köln
Laufzeit: April 2014 bis April 2017

Beschreibung: Das Projekt „EFIS NRW – auf dem Weg zur Inklusion: Ethnographische Feldstudien in Schulen in NRW" wurde im Herbst 2013 ins Leben gerufen. Das Forschungsprojekt begleitet pädagogisch Professionelle und Schüler_innen in Grundschulen und weiterführenden Schulen in NRW über zwei Schuljahre (2013-2015) ethnographisch. Ziel der Forschung ist es, wichtige Themen und aktuelle Herausforderungen, die mit der bildungspolitischen Programmatik „Inklusion" und deren realer Umsetzung in der schulischen Praxis zusammenhängen, empirisch zu erfassen. Hierbei wird der Blick insbesondere auf Alltagspraktiken und Deutungen der Akteure selbst gelegt.

 

Europareisen im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert. Bildungsprozesse und die Konstruktion nationaler Identitäten in Reiseberichten kreolischer Reisender

Leitung: Prof.'in Dr. Elke Kleinau, Universität zu Köln
Laufzeit:
DFG-Antrag gestellt

Beschreibung:  Ziel des Projektes ist es, aus einer historisch und transnational, d.h. nationale Grenzen überschreitenden, vergleichenden Perspektive Bildungsprozesse sowie die Konstruktion nationaler Identitäten in (autobiografischen) Reiseberichten kreolischer Reisender zu beleuchten. Zugehörigkeiten und Nicht-Zugehörigkeiten wurden, so die Annahme, auf Reisen ausgehandelt und konstruiert, individuelle und kollektive Identitäten stetig hergestellt, wobei neben der Nationalität auch das Geschlecht - der Reisenden als auch der 'Bereisten' - als Differenzzuschreibung eine tragende Rolle einnahm. Dabei wird angenommen, dass sich die Kreol_innen  bei der Beschreibung der eigenen nationalen Zugehörigkeit in einer oszillierenden Bewegung stetig neu zwischen 'Mutterland' und ehemaliger Kolonie verorteten, wodurch ihre Konzepte von 'Eigen- und Fremdheit' von Uneindeutigkeit geprägt sind. Fremdheits- und Differenzerfahrungen können wiederum Bildungsprozesse initiieren,  die durch die Analyse einer speziellen Unterart der Quellengattung Reiseberichte, den Reisetagebüchern, herausgearbeitet werden sollen.


Kognition, Literacy und Mehrsprachigkeit Longitudinal

Leitung: Dr. Christoph Gantefort, Universität zu Köln; Dr.'in Esther Schäfermeier, Universität zu Köln

Beschreibung: Das Vorhaben, für welches aktuell Drittmittel eingeworben werden, ist in den Kontext eines größeren bundesweiten Programms zur Förderung schriftsprachlicher Fähigkeiten eingebettet (‚BiSS – Bildung durch Sprache und Schrift‘). Auf der Ebene pädagogischer Praxis handelt es sich um einen Verbund Kölner Grundschulen, die nach dem KOALA- bzw. KoLe-Prinzip arbeiten, indem Deutsch-Türkisch mehrsprachige Kinder zunächst in beiden Sprachen alphabetisiert werden und für die sachfachliche Bildung im weiteren Verlauf der Grundschulzeit beide Sprachen als Lernmedium nutzen können. In der Verbundarbeit soll eine Intervention zur Förderung von Leseflüssigkeit und Leseverstehen entwickelt und erprobt werden.  Im Sinne des Translanguaging-Ansatzes sollen die Schülerinnen und Schüler ihr sprachliches Gesamtrepertoire für den Erwerb bildungssprachlicher Fähigkeiten nutzen können. Unter dem Aspekt der Evaluationsforschung sollen im Rahmen des Projektes abgesicherte Aussagen über die Wirksamkeit von regelmäßig im Unterricht eingesetzten Translanguaging-Strategien in einem longitudinalen Untersuchungs-Kontrollgruppendesign (mit Propensity-Score Matching) ermöglicht werden. Darüber hinaus sollen Desiderate aus dem Bereich der Grundlagenforschung bearbeitet werden, welche unter anderem Effekte einer mehrsprachigen familiären Lernumwelt auf den Erwerb konventioneller schriftsprachlicher Fähigkeiten in Erst- und  Zweitsprache, Effekte einer Förderung erstsprachlicher Fähigkeiten auf die Entwicklung kognitiver Fähigkeiten und schließlich die Kulturfairness von standardisierten Verfahren zur Bestimmung kognitiver Fähigkeiten betreffen.


MehrKita – Mehrsprachigkeit in Kölner Kindertagesstätten

Beteiligt: Prof. Dr. Hans-Joachim Roth, Universität zu Köln; Dr. Christoph Gantefort, Universität zu Köln; PD Dr. Stefan Karduck, Universität zu Köln; Dr.'in Henrike Terhart, Universität zu Köln; Christina Winter, M.A., Universität zu Köln; Michalina Trompeta, M.A., Universität zu Köln; Tim Wolfgarten, Dipl.-Päd., Universität zu Köln
Laufzeit:
Frühjahr 2014 bis Ende 2015 (Finanzierung: Stadt Köln)

Beschreibung: In Köln wird die Frage diskutiert, wie die Mehrsprachigkeit von Kindern in Kindertageseinrichtungen stärker berücksichtigt werden kann. Dazu wird in vielen Einrichtungen bereits eine Menge angeboten - seien es alltagsintegrierte sprachliche Bildung, Sprachförderung im Deutschen, Vorlesen in den Her-kunftssprachen, spezifische Programme und vieles andere mehr. Bevor nun aber Angebote zur Be-rücksichtigung und Förderung der Mehrsprachigkeit der Kinder weiter ausgebaut werden, ist es not-wendig, mehr über die vorhandenen sprachlichen Ressourcen bei den pädagogischen Fachkräften sowie die Einstellung zu bilingualen bzw. mehrsprachigen Angeboten zu erfahren. Daher wurde im Arbeitsbereich Interkulturelle Bildungsforschung 2014 eine Umfrage "Mehrsprachigkeit in Kölner Kindertagesstätten" durchgeführt. Diese richtet sich an alle pädagogischen Fachkräfte aller Kölner Kitas. Die Ergebnisse der Online-Umfrage wurden bisher den Auftrag gebenden Dezernaten sowie dem Jugendhilfeausschuss der Stadt Köln vorgestellt.


New (Educational) Migration as a “Family Project” and a Challenge in Two Different Educational Systems – Quebec, Canada and North Rhine-Westphalia, Germany

Principal Investigators: Prof. Argyro Panagiotopoulou, University of Cologne; Prof. Lisa Rosen,University of Cologne
Cooperation partners:
 Prof. Aspasia Chatzidaki, University of CreteProf. Christos Govaris, University of Thessaly (cooperation partner); Prof. Giorgos Tsiolis, University of Crete

Description: New migration movements give rise to new challenges for migration societies, especially for democratically constituted educational systems. For this project, we are particularly interested in the experiences of families who left Greece after 2008 in the wake of the financial crisis and emigrated to Germany or Canada. We have already conducted several biographical-narrative interviews with families in Quebec, Canada and North Rhine-Westphalia, Germany, i.e. we have interviewed parents and their school-age children. Initial results of our analyses indicate that this phenomenon not only has a historic dimension, but is also “new” insofar that it is distinct from the European labour migration of the 1960s with respect to migrants’ goals and motives as well as their social and socio-economic backgrounds. Additionally, it has become evident that those parents who were part of the (upper) middle class in Greece had been less concerned with issues of “social mobility” and had primarily been motivated to (re-)create “stability” through the education of their children in Germany and Canada. Our question is: From the perspectives of immigrant parents, children, and youth, how do the educational systems of these classic immigration societies (Canada and Germany) approach this shared and once again highly relevant challenge to create “educational equality for all”?


Pragmatische sozioökonomische Bildung.  Theoretische konzeptionelle und empirisch fundierte Grundlegung

Leitung: Prof.'in Dr. Birgit Weber, Universität zu Köln; Prof. Dr. Reinhold Hedtke, Universität Bielefeld
Team:
Arne Westerkamp, Universität zu Köln; Henning Middelschulte, Universität Bielefeld
Laufzeit:
November 2014 bis September 2016, gefördert durch die Hans-Böckler-Stiftung

Beschreibung: Die konzeptionelle fachdidaktische Grundlegung einer pragmatischen sozioökonomischen Bildung schließt eine wissenschaftlich und politisch relevante Forschungslücke als Alternative zu vorherrschenden monodisziplinären, ökonomistischen Ansätzen.  Sozioökonomische Bildung zielt auf personzentrierte, problemorientierte, situationsbezogene, erfahrungsgesättigte, kontextsensible, sozialwissenschaftliche und politikbewusste Zugänge zu Theorie und Praxis der Wirtschaft und des Wirtschaftens. Als pragmatische fachdidaktische Konzeption stellt sie die typischen und subjektiven, kollektiven und individuellen Denkweisen, Erfahrungen, Routinen, Handlungen und Lebenssituationen der Lebenswelten der Lernenden  in den Mittelpunkt des Lernprozesses. Zu deren Fundierung sind wissenschaftlich pluralistische Strömungen ebenso aufzuarbeiten wie der Pluralismus in Gesellschaft und Wirtschaft und Werte, Rationalitäten, Lebensentwürfe und Alltagspraxen der Lernenden. Dies erfordert auch die Berücksichtigung sozialer und kultureller Heterogenität. Vorgehen:

  • Ein zu erstellendes curriculares Wissensinventar strukturiert das curricular tatsächlich verankerte Wissen und Können und gleicht es mit dem relevanten und lernenswerten Wissen ab.
  • Zur Erstellung eines wissenschaftlichen Inventars zielen Literaturstudien auf die Analyse der potenziellen Relevanz sozialwissenschaftlichen Wissens für das Verstehen einschlägiger individueller sozio-ökonomisch geprägter Lebenssituationen und sozio-ökonomischer Problemlagen, die situations- und problembezogenen Ziele und Kompetenzen sowie den individuellen und kollektiven Umgang.
  • Zu diesem Wissensinventar erfolgen Interviews mit Expertinnen und Experten. Quellenanalysen mittels qualitativen Inhaltsanalysen erfassen  Lücken und Überschüsse gegebener und wünschenswerter curricularer Verankerung einer sozioökonomischen Bildung, in dem der curricular-kanonische Kern der schulischen ökonomischen Bildung in der Sekundarstufe I, die relevanten Situationen, Problemlagen und Perspektiven in einschlägigen Feldern, das Wissen zur Situations- und Problembewältigung ermittelt wird.
  • Daraus ist ein, den Zielsetzungen entsprechendes und die Bildungsaufträge der sozialwissenschaftlichen und arbeitsorientierten Domäne berücksichtigendes pragmatisches Kerncurriculum der sozio- ökonomischen Bildung zu entwickeln.
  • Das vorgelegte Kerncurriculum wird mit Expertinnen und Experten der Curriculumentwicklung und Bildungspolitik diskutiert.


RUCKSACK – Eine Studie zum Elternbildungsprogramm an Kölner Kindertagesstätten und Grund-schulen

Beteiligt: Prof. Dr. Hans-Joachim Roth, Universität zu Köln; Dr.'in Henrike Terhart, Universität zu Köln; Dr. Christoph Gantefort, Universität zu Köln; Dr. Charis Anastasopoulos, Universität zu Köln; Indra Röglin, Universität zu Köln; Christina Winter, M.A., Universität zu Köln; Tim Wolfgarten, Dipl.-Päd., Universität zu Köln; Studierende
Laufzeit:
Frühjahr 2012 bis Frühjahr 2013 (Finanzierung: Stadt Köln)

Beschreibung: RUCKSACK ist ein Bildungsprogramm für Eltern mehrsprachiger Familien. 2012 wurde vom Arbeitsbereich Interkulturelle Bildung unter der Leitung von Prof. Dr. Hans-Joachim Roth eine Studie zum RUCKSACK-Programm in Köln durchgeführt, in der 20 RUCKSACK-Elterngruppen untersucht wurden, die an Kindertagesstätten und Grundschulen in Köln angeboten werden. Ziel der Studie ist die Rekon-struktion der Umsetzung und Wirkweisen des RUCKSACK-Programms im Alltag der beteiligten Gruppenleiterinnen, der Eltern und Kinder. Die Ergebnisse der Studie sind anhand von drei Themenschwerpunkten systematisiert: der didaktischen Gestaltung der RUCKSACK-Elterngruppen, der Umsetzung einer mehrsprachigen Bildung sowie empowernder Effekten, die durch die Teilnahme am RUCKSACK-Programm bei den Beteiligten deutlich wurden.

Projektpublikation: Roth, Hans-Joachim / Terhart, Henrike (Hrsg.) (2015): Rucksack. Empirische Befunde und theoretische Einordnungen zu einem Elternbildungsprogramm für mehrsprachige Familien. Münster u.a.: Waxmann Verlag.


Schlüsselwerke der Migrationsforschung. Pionierstudien und Referenztheorien

Leitung: Prof.'in Dr. Julia Reuter, Universität zu Köln; Prof. Dr. Paul Mecheril, Universität Oldenburg
Laufzeit: Oktober 2013 bis November 2014

Beschreibung: Anhand einzelner Beiträge zu „Schlüsselwerken“ der Migrationsforschung soll der Band einen orientierenden Überblick über die zentralen Studien und Gründungsfiguren der kultur- wie sozialwissenschaftlichen Migrationsforschung zu Beginn des 20. Jahrhunderts verschaffen. Darüber hinaus werden Referenztheorien und -konzepte und ihre aufschließende Funktion für die zeitgenössische Migrationsforschung vorgestellt.

Projektpublikation:
Reuter, Julia / Mecheril, Paul (Hrsg.) (2015): Schlüsselwerke der Migrationsforschung. Pionierstudien und Referenztheorien. Wiesbaden: VS Springer Verlag.


Shifting Memories – Moving Histories: Remembering Postcolonial Cologne

Leitung: Dr.'in Monica van der Haagen-Wulff, Universität zu Köln
Laufzeit: Antrag bei der VW-Stiftung im Förderprogramm „Wissenschaft und Kunst in Bewegung“ ist eingereicht

Description: Shifting Memories - Moving Histories: Remembering Postcolonial Cologne is an interdisciplinary collaboration between social scientists, artists and scientists that will explore multidirectional memory flows linking the history of German colonialism, the Holocaust and contemporary issues of Migration, Asylum and European border control in Germany today. The project aims to uncloak the societal discourses and power constructions that often operate to keep particular histories invisible.


Transmigration of pensioners to Thailand

Leitung: Dr. Markus Gamper, University of Cologne
Laufzeit: DFG Antrag ist in Vorbereitung

Beschreibung: The research project “Retirement pension and bye-bye Germany – A mixed method study about transmigration of pensioners to Thailand” focuses on retirement migration between Germany and Thailand and its impact on socio-economic aspects such as welfare, spending capacity as well as intercultural relations and everday life in both countries. In our project we use an interdisciplinary approach with a multimethod design, including field research in “pensioner resorts”.


Vertrauen und wissenschaftlicher Nachwuchs

Leitung: Prof.'in Dr. Julia Reuter, Universität zu Köln; Prof. Dr. Heiner Minssen, Universität Bochum (Verbundpartner)
Laufzeit: Verbundprojekt (seit 9/2013) im BMBF Förderprogramm „Forschung zu Karrierebedingungen und Karriereentwicklung des Wissenschaftlichen Nachwuchses“

Beschreibung: Das Verbundprojekt zielt darauf ab zu erforschen, wie Nachwuchswissenschaftler_innen Vertrauen im Rahmen ihrer Karriereentwicklung innerhalb der Hochschule erleben und bewerten und welchen Einfluss diese Erfahrungen, aber auch der sozioökonomische Hintergrund oder die Geschlechtszugehörigkeit für bildungs- und erwerbsbiographische Entscheidungen bzw. -verläufe besitzen. Neben erwerbsbiographischen Interviews und Gruppendiskussionen mit Nachwuchswissenschaftler_innen der Geschichte, Physik und Betriebswirtschaftlehre ist eine bundesweite fächerübergreifende standardisierte Befragung von Nachwuchswissenschaftler_innen in Form eines Websurveys geplant.

Website: Verbundprojekt „Vertrauen und Wissenschaftlicher Nachwuchs“ (VWiN)